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VMware zu Proxmox: worauf es bei der Migration wirklich ankommt

Downtime pro VMwenige MinutenQuellsystemVMware vSphere 7 / 8ZielsystemProxmox VE 8Werkzeugeqm importovf, virt-v2v, OVF-Export

Seit den Lizenzänderungen bei VMware landet die Frage nach einem Ausstieg auf vielen Tischen. Was bei der Migration nach Proxmox VE gut funktioniert, wo es hakt und wie ich vorgehe.

Seit VMware die Lizenzmodelle umgestellt hat, kommt die Frage nach einem Ausstieg regelmäßig auf. Proxmox VE ist dann der naheliegende Kandidat: offen, ohne Lizenzkosten, mit KVM und ZFS unter der Haube. Der Umzug ist gut machbar, aber ein paar Dinge entscheiden darüber, ob es ein ruhiger Abend oder eine lange Nacht wird.

Was vorher geklärt sein muss

Bevor eine einzige VM umzieht, klär ich drei Dinge: Wo liegt das Backup, das unabhängig von beiden Plattformen ist? Welche VMs sind ausfallkritisch und brauchen ein Wartungsfenster? Und: Gibt es Gäste, deren Betriebssystem keine VirtIO-Treiber mag?

Warnung

Kein Migrationsschritt ohne ein Backup, das außerhalb von VMware und Proxmox liegt. Ein Export ist kein Backup, solange er auf derselben Hardware liegt.

Die Migrationswege im Vergleich

Es gibt nicht den einen Weg. Welcher passt, hängt vom Gastsystem und der Downtime-Toleranz ab.

Weg Wie Passt für Haken
qm importovf OVF-Export aus VMware, Import in Proxmox Die meisten Linux- und Windows-VMs Export braucht Platz und Zeit
virt-v2v Konvertiert direkt inkl. Treiber Windows-Gäste Mehr Vorbereitung, aber sauberstes Ergebnis
Neuinstallation VM neu aufsetzen, Daten migrieren Alte oder kaputte Gäste Aufwändig, aber am gründlichsten

Der Ablauf in der Praxis

Für den Standardfall (qm importovf) exportiere ich die VM als OVF und importiere sie in einen Proxmox-Storage:

# Auf dem Proxmox-Host, OVF liegt bereits lokal:
qm importovf 120 /mnt/export/web01.ovf local-lvm --format qcow2

# Danach: Boot-Reihenfolge und Netzwerk prüfen
qm set 120 --boot order=scsi0 --net0 virtio,bridge=vmbr0

Tipp

Vor dem Export in VMware die VMware Tools deinstallieren und den Guest sauber herunterfahren. Das erspart hinterher hängende Dienste und Treiberkonflikte.

Danach starte ich die VM einmal kontrolliert, prüfe Netzwerk und Dienste und schwenke erst dann den produktiven Verkehr um.

Nach der Migration

Der häufigste Stolperstein sind die Treiber: Ohne VirtIO läuft die VM zwar, aber mit SATA-Emulation und spürbar langsamer.

Wichtig

Nach dem ersten Boot die VirtIO-Treiber und den QEMU Guest Agent installieren, dann erst auf virtio/scsi (VirtIO SCSI) umstellen. Bei Windows-Gästen den Treiber vor dem Umstellen des Bus-Typs laden, sonst bootet die VM nicht mehr.

Zum Schluss die Checkliste, die bei mir jede migrierte VM durchläuft:

  • VirtIO-Netz und -Disk aktiv, Performance geprüft
  • QEMU Guest Agent installiert und im Proxmox sichtbar
  • Backup-Job im Proxmox Backup Server eingerichtet
  • Monitoring hängt wieder dran

Klingt nach viel, ist aber Routine, sobald die erste VM sauber durch ist. Den größeren Rahmen — ganze Systemhaus-Umgebung, im laufenden Betrieb — beschreibe ich im verknüpften Projekt.

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